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Einfache Quantenalgorithmen
Die in den vorherigen Kapiteln vorgestellten Gatter können nun verwendet werden, um einfache Algorithmen auf Schaltkreisen zu erstellen. Dazu müssen wir zunächst die Anwendung mehrerer Gatter auf ein Qubit untersuchen, die wie folgt dargestellt wird:
In der QASM-Sprache können wir drei verschiedene u3-Gatter definieren und erhalten damit die drei verschiedenen Gatter
OpenQASM
OPENQASM 2.0; include "qelib1.inc"; qreg q[1]; u(pi,pi,pi) q[0]; u(pi/2,pi/2,pi/2) q[0]; u(pi/4,pi/4,pi/4) q[0];
Der interaktive QASM-Playground ist auf PhotonQ verfügbar. Diesen Abschnitt auf PhotonQ öffnen
Die Zustände der Zwischenschritte
Bitte beachten Sie, dass die Reihenfolge der Gatter im Allgemeinen nicht vertauscht werden kann.
Zufallszahlengenerator
Die Zustände und die zugehörige Wahrscheinlichkeit, einen bestimmten Endzustand zu erhalten, lassen sich berechnen. Gewissheit erlangt man jedoch nur durch Messen, was wiederum die mögliche Superposition des Qubits oder der Qubits zerstört. Im Verlauf dieser Vorlesung werden wir oft sehen, dass sich dieser Effekt der Messung auch gezielt als Werkzeug für Aufgaben nutzen lässt.
Ein einfaches Beispiel ist die Kombination aus einem Hadamard-Gatter und einer Messung, die einen echten Zufallszahlengenerator erzeugt:
OpenQASM
OPENQASM 2.0; include "qelib1.inc"; qreg q[1]; creg c[1]; h q[0]; measure q[0] -> c[0];
Der interaktive QASM-Playground ist auf PhotonQ verfügbar. Diesen Abschnitt auf PhotonQ öffnen
Der Zustand des Eingangsqubits kann entweder
Verschränkung
Ein weiterer Schaltkreis, der auf den ersten Blick sehr einfach aussieht, ist die Verschränkung zweier Qubits.
OpenQASM
OPENQASM 2.0; include "qelib1.inc"; qreg q[2]; h q[0]; cx q[0], q[1];
Der interaktive QASM-Playground ist auf PhotonQ verfügbar. Diesen Abschnitt auf PhotonQ öffnen
Ist
Zum Zeitschritt
Dieser Zustand ist nach dem irischen Physiker John Bell benannt. Insgesamt gibt es
vier solcher Zustände, abhängig vom Eingangsregister
Die vier Zustände unterscheiden sich vor allem darin, dass bei
An diesem Endzustand erkennen wir, dass er sich nicht als Tensorprodukt einzelner Qubits schreiben lässt. Genau so ist Verschränkung definiert2:
Definition
Sei
Gibt es keine solche Zerlegung, heißt der Zustand verschränkt.
Um einen verschränkten Zustand zu erzeugen, benötigen wir eine unitäre Transformation, die sich selbst nicht als Tensorprodukt auf einzelnen Qubits darstellen lässt. Neben der Superposition ist die Verschränkung eines der mächtigsten Werkzeuge des Quantencomputings. Physikalisch sind diese Zustände schwer zu erzeugen und daher teuer, was insbesondere gilt, wenn sie über große Entfernungen erzeugt werden sollen.